Die russische Armee wappnet sich mit den Navigationsgeräten des heimischen GPS-Pendants Glonass. Die Luftlandetruppen, die Raketentruppen und die Artillerie sind schon komplett mit den Anlagen ausgestattet, teilte Sergej Koslow vom russischen Generalstab mit.
Auf Grundlage des Navi-Systems werde darüber hinaus ein neues Truppenführungssystem entwickelt, mit dem die Kommandeure Truppeneinheiten und Kampffahrzeuge im Echtzeitbetrieb auf dem Bildschirm sehen werden können, sagte Koslow, der im Generalstab der Hauptverwaltung Topographie vorsteht, am Freitag zu RIA Novosti.
Nach Sojus-Panne: Russland bringt Glonass-Satelliten ins All Start von GLONASS-Satellit wegen schlechten Wetters um einen Tag verschoben Russland schickt weiteren Glonass-Satelliten ins All Russland plant weiteren Satellitenstart für Glonass-System
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Glonass-M-Satellit startet vom Raumbahnhof Plessezk GPS + GLONASS = gemeinsame Nutzung für präzisere Ortung Russisches Navigationssystem GLONASS: Potenzial und Perspektiven. INFOgraphiken
Mit dem heutigen erfolgreichen Start des Glonass-M-Satelliten wird das russische Navigationssystem endlich weltweit zu empfangen sein: Der Konkurrent des US-amerikanischen GPS soll schon in einem Monat den ganzen Planeten mit seinem Signal abdecken.
Dies teilte Andrej Ionin, Vizechef des Navigationsbetreibers NIS Glonass, am Montag mit. Ihm zufolge dauert es normalerweise vier Wochen, bis ein neu gestarteter Satellit in Betrieb geht. Ionin zufolge schneiden alle führenden Hersteller von Navi-Ausrüstung weltweit ihre Produkte bereits auf das russische System zu.
In der Nacht zum Montag hatte eine Trägerrakete vom Typ Sojus hat den 24. Glonass-Satelliten sicher auf die Umlaufbahn gebracht. Gerade dieser Satellit hatte dem russischen Navigationssystem gefehlt, um weltweit einen lückenlosen Empfang zu sichern und dem US-amerikanischen GPS Konkurrenz zu machen.
Russland baut seit den 1990er Jahren am Glonass-System, das für Navigation und Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von bis zu einem Meter im militärischen wie auch im zivilen Bereich bestimmt ist. Für eine lückenlose Abdeckung des russischen Territoriums reichen 18 Satelliten aus, für die globale Navigation sind mindestens 24 erforderlich.
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