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 geheimnisvolle Orte....
Frank_Herzig Offline

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03.07.2018 13:44
Führungsbunker des TMB III Kossa Antworten

Funktion und Zweckbestimmung

Im Kriegsfall wäre der Militärbezirk III (Leipzig) aufgelöst worden. Verbände, Truppenteile, Einheiten und Einrichtungen wären zu einer militärischen Vereinigung, der 3. Armee der NVA, zusammengeführt worden. Andere Einrichtungen und Kräfte bildeten den Territorialen Militärbezirk III. Beide Strukturen stellten eigenständig handelnde Einrichtungen dar. Die 3. Armee wurde eingegliedert in die Gefechtsordnung einer gemeinsamen Front aus GSSD und NVA. Der Raum ihrer operativen Zweckbestimmung lag tief im Süden der DDR. Für die Ausgangslage war der verbunkerte Gefechtsstand Mosel bei Zwickau vorbereitet.

Kossa/Söllichau als Führungsstelle des Territorialen Militärbezirkes hatte dagegen rein nationale Aufgaben zu erfüllen. Hier wurden weder eine Armee geführt, noch war sie ein "geheimer Schatz" des Warschauer Pakts. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Vorbereitung und Organisation der Aufstellung von Ersatz- und Ausbildungsbrigaden (EABr.) und deren Führung. Wie alle vorbereiteten Führungsstellen wurde auch sie von einer kleinen Wartungseinheit in ständiger Bereitschaft zur Belegung gehalten.


Objektdaten

* Bau ab 1976 (Baukosten 23,8 Mio. Mark)
* Inbetriebnahme 17.07.1979
* 6 Bunkerkomplexe aus FB-75, Schutzklasse E:
* 4 zweietagige Stabsbunker, Nachrichtenbunker, Technikbunker (Wasserwerk, Netzersatzanlage 400 kVA, Tanklager mit 20000 l)
* 41 Kfz-Stellungen, Postenbunker FB-3, 2 Erdantennenfelder, Flugabwehrstellung nahe der MTS Bad Düben

Struktur der Anlage

Die Anlage bestand aus einer Anordnung von sechs Fertigteilbunkern des Typs FB-75 mit der Schutzklasse „E“, die mit einem Überdruck in der Druckwellenfront einer Kernwaffendetonation von 1 kp/cm² widerstanden hätten. Zur Anlage gehörten mehrere kleine Bunker vom Typ FB-3 zur geschützten Unterbringung des Wach- und Wartungspersonals sowie zahlreiche Splitterschutzdeckungen für die gedeckte Abstellung von Fahrzeugen. Zwischen den einzelnen Fertigteilbunkern gab es keine unterirdische Verbindung.

Nutzungsgeschichte

* Führungsstelle des territorialen MB III (Objekt 16/301) und HNZ-63 (ÜSt-2 Bad Düben)
* Sicherstellung durch WE-13
* 03.10.1990 Übernahme durch Bundeswehr
* 1993 Bunkeranlage aufgegeben und beräumt
* seit 1997 technisches Kulturdenkmal
* 24.05.2002 Eröffnung des Militär-Museums Kossa

Frank

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Frank_Herzig Offline

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wo gedient: Landstreitkräfte, Bundeswehr

27.03.2019 16:45
#2 RE: Führungsbunker des TMB III Kossa Antworten

Frank

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