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Dieses Thema hat 4 Antworten
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Frank_Herzig Offline

Großer Stern mit Ehrenkranz


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14.06.2011 11:43
RE: Übergabeprotokoll 9. MSK Antworten

Lieber Bernd,

ich stelle dir mal einen Auszug aus einem Übergabe - Protokoll der 9. MSK, bestätigt durch den damaligen K-MSB (Olaf) rein.

Besonders die 3. Zeile ist für dich interessant. Das Protokoll ist übrigens vom 28.08.1987, kannst also mit ruhigem Gewissen "was streichen"!

Ich habe das Motorrad übrigens auch nie gesehen....

Frank

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Bernd_650 Offline

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Beiträge: 1.736
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06.12.2011 22:57
#2 RE: Übergabeprotokoll 9. MSK Antworten

Erlebnisbericht zu meiner ersten Bestrafung in der NVA durch den K-11.MSD zur Dienstbesprechung-MSD im März 1990

Als geplante Maßnahme zu meiner Nicht-Beförderung zum 7.10.1990 betrachte ich folgenden Vorgang:


Im Januar 1990 erreichte mich am Vorabend eines Wochentages die indirekte Info aus dem Technikbereich-Stabchef StKTB-11.MSD, Morgen 10.00 Uhr sind alle Motorräder des MSR-16 vorzustellen.

Als Vorwarninfo und wissend um die schlechte Ersatzteillage unserer Kräder, war ich etwas verblüfft, da die MSD diese Probleme bestens kannte und dann noch zum Hauptthema des folgenden Tages machte.
Kurze Aufgabenstellung an den OVD, da nach 19.00 Uhr keine K-Einheiten bzw. TB´s aus Langeweile im Objekt waren.

Am Folgetag war der OO-Kfz der 11.MSD mit AA des IB-11 vor Ort und nahmen die Kontrolle vor.

Was ich nicht erahnte und mich in meiner Verantwortung als StKTB-MSR weniger interessierte, war letzendlich das Fehlen eines Krades der 9-MSK aus mindestens des Jahres 1985, siehe Protokoll Frank.

Unser OO-Kfz, Mj. Koch, räümte noch die Möglichkeit ein, daß in Heldrungen ein "Motorradfritze" das Teil noch haben könnte ... .

Der StKTB-11 MSD, Oberst Sitterle, nahm sich die Ehre am Folgetag der Kontrolle die Sache selbst in die Hand zu nehmen und mit mir nach Heldrungen zu fahren.
Fakt war, die Motorradfirma gab es seit zwei Jahren nicht mehr, dank an Mj. Koch der seinen TB auflaufen lassen hat ... !

In seiner zynischen Art und Weise gab der StKTB-11.MSD, Oberst Sitterle die "Sache-Motorrad MSR-16" weiter an den K-MSD für einen Bestrafungsbefehl.

Unseren K-MSR, OSL Blümel informierte ich umgehend von der Spezialkontrolle mit Detailinfo´s.(Für Übergabe/Übernahme von Krädern waren die StKTB´s der MSK´n, ZF-der NaZ der Btl.´ne und der ZF-Kradregulierer der StabsKp. zuständig)

Der Beratungstag-März in der 11. MSD lief dann u.a. mit meinem Bestrafungsbefehl ab, einfach nur schlechtes "Kino" zum Ende der NVA.

Diese Bestrafung wurde nie eingetragen, Beförderungen u.ä. Auszeichnungen wurden bereits im Januar 1990 von der militärischen Führung der NVA aussgesetzt., was "El Sitt"(Oberst Sitterle) nicht wahrnehemn konnte.

Weiteres zu "El Sitt´s" zynischem Arbeitsstil mit den StKTB´s der TT kann ich gerne beleben.

Diese kontraproduktive Arbeitsweise im Bereich-StKTB 11.MSD war meiner Arbeitsweise, kennend aus der 4.MSD, völlig fachfremd.

Weiter-nichtsomachen!

Bernd

[ Editiert von Bernd_650 am 06.12.11 23:10 ]

[ Editiert von Bernd_650 am 07.12.11 21:20 ]

Zukunft braucht Tradition


Frank_Herzig Offline

Großer Stern mit Ehrenkranz


Beiträge: 8.853
Punkte: 398.699

07.12.2011 08:01
#3 RE: Übergabeprotokoll 9. MSK Antworten

Bernd, du bist vollkommen rehabiltiert, die Dokumente belegen es. Ich habe dich immer als verantwortungsvollen Techniker gekannt, der den Park nicht nur von weiten kannte und der sich um die Belange wie KtE etc. immer gekümmert hat.

Das was du aus dem Bereich TB der 11. schreibst, können wir auch auf andere Bereiche übertragen, leider.

Frank

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Frank

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Jürgen_Heine Offline



Beiträge: 45
Punkte: 227

07.12.2011 12:10
#4 RE: Übergabeprotokoll 9. MSK Antworten

(Für Übergabe/Übernahme von Krädern waren die StKTB´s der MSK´n, ZF-der NaZ der Btl.´ne und der ZF-Kradregulierer der StabsKp. zuständig)
Einer mußte eben herhalten...unklar.
Will mich da ja nicht so tief reinhängen, aber heute hat man´s als Verantwortlicher (vor allem Politiker)leichter. Da übernimmt man mal schnell die "volle Verantwortung"und gut ist. Man ist vielleicht seinen Posten los, aber Bezahlung bleibt, sogar ne Entschädigung wird ggf.gezahlt. Bsp. gibt´s genug.
Da fragt man sich was der Sitterle 5 Jahre gemacht hat um dann plötzlich zu sehen, dass da ein Motorrad fehlt. Wie oft gab´s denn so eine Überprüfung???
Gr. Jürgen

[ Editiert von Jürgen_Heine am 07.12.11 15:52 ]


Harald_970 Offline




Beiträge: 305
Punkte: 2.464

07.12.2011 14:54
#5 RE: Übergabeprotokoll 9. MSK Antworten

Hallo Kämpfer!

Solche Sachen sind aber nicht nur in der Division passiert. Es ging öfter nur darum, einen Sündenbock zu finden.
Es war entweder 1987 oder 1988. Ich war als OO-RWD eingesetzt. Jedes Halbjahr, nach durchgeführter VNP erfolgten Kontrollen duch unsere Vorgesetzten. Da wurden jedesmal an die 10 Waffenkammern überprüft, insbesondere Sicherheit, Vollzähigkeit von Waffen und Munition, sowie technischer und Wartungszustand der Hauptbewaffnung des Regimentes. Probleme gab es eigentlich fast ausschließlich mit dem Wartungszustand der Schützenwaffen. Und der war selten besser als Befriedigend, eher noch Unbefriedigend. Tja, und da gab es ja jemand im TT, der dafür verantwortlich war, der OO-RWD. Davon stand zwar nichts in der Dienstvorschrift, aber der Kommandeur hatte ja immer Recht. So wurde nach Abschluß der Kontrolle der K-I. MSB für den sehr guten Zustand der überprüften Gefechtsfahrzeuge belobigt, für den schlechten (ungenügenden) Wartungszustand der Schützenwaffen des gleichen MSB der Oberoffizier bestraft.
Fairerweise muß ich aber sagen, dass diese Geschichte nur bei einem einzigen Kommandeur passiert ist. Alle Anderen kannten wohl die Vorschriften. Dabei war die Sachlage eindeutig: Der Einheitskommandeur ist für den Wartungszustand verantwortlich, in der Kompanie, wie im MSB. Ich hatte die technische Einsatzbereitschaft zu gewährleisten und einmal jährlich jede Waffenkammer des TT zu kontrollieren, Punkt. Zur Ehrenrettung der Einheitskommandeure muß ich aber sagen, daß für eine ordnungsgemäße Wartung der Waffen einfach nicht genügend Zeit blieb, die Waffen intensiv genutzt wurden. So kam es, dass die MPi und LMG bereits nach einem halben Jahr fast blank waren.
Da sich die DDR aber schon ihrem Ende näherte, die ökonomischen Ressurcen immer geringer wurden, änderte man kurzerhand die Vorschrift, nach der Schützenwaffen der Gefechtseinheiten erst nach drei (vorher 1,5) Jahren im Rahmen der technischen Wartungen brüniert werden durften, für Selbständige Einheiten sogar nur aller 5 Jahre.
Ja, geärgert hab ich mich trotzdem, aber unsere Schützenwaffen hätten funktioniert, auch wenn sie blank und nicht ganz sauber waren!!! Und dafür bekam ich mein Geld, nicht für den schönen Schein anläßlich einer Kontrolle und erst recht nicht für eine Note.

Gruß

Harald!


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